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Shitstorm auf Twitter und Liebe

Shitstorm, nicht der Erste und doch ist jeder zuviel. Ein Tweet offensichtlich nicht allgemein geschrieben, sondern in der Ich-Form. Dies führte zu tausenden likes und dutzenden Retweets. Das perfide, er wurde als Screenshot ohne Verlinkung hochgeladen. Erst auf einen Hinweis folgte eine kommentarlose Verlinkung. Die ersten hämischen Unterstellungen ließen nicht lange auf sich warten, angefangen von zahllosen Paulanergarten Drukos, gipfelten in 'die Dame sucht bestimmt nach Kundschaft". Man halte hier also fest, es ging in dem Tweet um das tragen von Strapstrumpfhosen beim Frauenarzt. Das ganze klingt erotischer als es ist. Sie sind uni, blickdicht und bequem. Es sorgt dafür dafür das man mit einem langen Shirt weitaus bekleideter zur Untersuchung gehen kann. Die Reaktion des Arztes wäre bei Fremden unangebracht, bei Freunden nicht zwingend unangebracht. 

Interessant fand war auch wie wertend die Kleidung beurteilt wurde. Es ist also ganz klar vorgegeben wo man sich wie zu kleiden hat. Dies zeigt die eigene blinde Seite. Ist doch das ach so aufgeklärte weltoffene nur gefühltes Wissen in der eigenen Komfortzone. Außerhalb sind Schubladen überhaupt kein Problem. Man ist sich schließlich einig was sich gehört. Überhaupt Interpretationen im Übermaß. Von Unterstellungen sich anzubiedern. 

Nun kam der Moment in dem die Userin abwägte, aushalten, verteitigen, argumentieren und die Bubble um Hilfe bitten? Letzteres verwarf die Userin. Nicht weil die nicht geholfen hätten. Das stand außer Frage. Sie sollten sie nicht mit so einem Blödsinn beschäftigen.

Und so entschied sich die Userin kurzentschlossen zum deaktivieren des Accounts. 
Nach dem blocken und melden von hunderten ihr meist fremden Usern, war ihr klar das sie zum einen nicht so dargestellt und zum anderen sich in ihrer Freizeit nicht stundenlang mit solchen negativen Themen beschäftigen wollt. Noch wollte sie all die liebenswerten und loyalen Kontakte damit belästigen. Waren es doch diese haltlosen Behauptungen nicht wert andere reinzuziehen. 

Was die Userin auch betrübte war das zwei ihr gut bekannte Accounts auf negative Art ihre wahre Haltung offenbarten. Eine davon amüsanterweise hatte sich kurz zuvor offenkundig, für Ihren nutttigen Kleidungstil feiern lassen. Eine andere hinderte es nicht daran, obwohl wir vorher einen guten Austausch hatten ebenfalls zu werten. Im Grunde ist das alles nicht wichtig, hilft es doch die eigenen Reihen zu lichten. 

Abstand zum ganzen hilft meist und sich dem toxischen und im Grunde total unwichtigen Auslöser zu entziehen. Wie gesagt die Userin meldete sich ab um auch mit dem Kapitel Twitter abzuschließen. Dabei hatte sie nur an die Situation gedacht und wiederholt bemerkt wie wenig Mittel einem auf Twitter zum Selbstschutz zur Verfügung stehen.

Denn kurz zuvor führte die Anzeige bei der Polizei wegen dem Bilderklau zu stundenlangem Aufwand in der Beweissicherung und Dokumentation. Und nun überlegte die Userin ob es hier bereits der Tatbestand der üblen  Nachrede erfüllt ist. Im Grunde schon und so dokumentierte sie auch diesen Sachverhalt. 

Dann die Überraschung, Minuten nach dem deaktivieren erste Nachrichten per WhatsApp und Telegram, nachfragen was passiert sei, ob es einem gut gehe. Das ist es das besondere an Twitter an den Menschen die ich dort finden und kennenlernen durfte. Es folgte ein beispielloses auffangen, sogar ein # von meinem blonden Gift ( dem schönsten aller Gifte) wurde ins Leben gerufen. Es war beispiellos das liebevollste was jemand für mich in dem Moment hätte machen können.
Danke liebste Wald und Wiesen Tussy ❣️.

Soviele haben mitgemacht und jedes Bild war phantastisch. Ein so liebevolles Statement. Die Userin hat sie alle gesehen. Danke, danke, danke dafür. Menschen die sich wohlwollend äußerten und jeder gestand mir die Zeit zu die ich brauchte. 
Die Userin war ganz ergriffen und gerührt. Wollte sie doch niemanden damit belasten. Die freundliche und zugewandte Art dieser besonderen Menschen ist etwas ganz besonderes.  Und tatsächlich erreichten die Userin gar Aufmunterungspakete ( Mehrzahl) mit Leckereien und Gin. 

Danke Susanne und Micha.
Unfassbar und es macht was mit einem. Es tröstet, wohlwissend das diese Menschen sicherlich besseres zu tun haben und sich doch die Zeit genommen haben. Einfach unglaublich. Natürlich will man niemanden belasten, aber diese Menschen sind für mich schon lange mehr als Twitter. Eine eingeschworene Gemeinschaft.
Und dann Oh Wunder, der hochgeladene Screenshot verschwand plötzlich. Die Gründe dafür sind unklar. So verwarf die Userin den Gang zu Polizei. Grundsätzlich gilt jedoch immer noch. Wo sind wir wenn wir uns alles gefallen lassen. Es gibt Grenzen, was ist wenn das mit labilen Menschen geschieht? Die sich vielleicht etwas antun. 

Ich fühle mich auf jeden Fall gesegnet und auch wenn ich mich noch nicht wieder angemeldet habe. Es ist nur eine Frage der Zeit. Nach einer Auszeit, werde ich wohl zurückkehren. Und dort genau so weitermachen wie zuvor.

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